Stadtverkehr heute – morgen – 2050

10 Kernaussagen von der VCD-Fachtagung im Nov 2016

5 Thesen

  • Klimaschutz, Luftreinhaltung, lebenswerte Städte und andere Herausforderungen erfordern ein schnelles und umfassendes Umsteuern in einer Verkehrswende, die mit der Energiewende verknüpft sein muss.
  • Autonomes Fahren wird in absehbarer Zeit die Mobilitätsstrukturen revolutionieren, ohne ein neues Verkehrsnetz aufbauen zu müssen, und das wird zusammen mit dem oder gegen den öffentlichen Verkehr geschehen.
  • Der ÖV muss flexibler (und integrierter), digitaler und umweltfreundlicher werden; Bedarfsverkehre und Tarifsysteme sollen neue Digital-Techniken intensiv nutzen.
  • Elektro-Verkehr (in verschiedenen Formen der Technik, Organisation und Verkehrsmittel) ist notwendig für eine CO2-freie Mobilität. Aktuelle Prognosen gehen für die Zukunft nicht mehr von einer Preissteigerung für (erneuerbare) Energie aus.
  • Wenn wir einen echten Fahrradboom wollen (den es bisher trotz aller Erfolgsmeldungen in Deutschland nicht gibt), müssen wir die potenziellen „Kunden“ ernst nehmen, und die wollen vom Autoverkehr getrennte Radwege, wie dies in anderen Ländern üblich ist.

5 Grundsätze

Für eine wünschenswerte Zukunft müssen wir:

  • Langfristige konkrete (Umwelt-)Ziele setzen – für Planungssicherheit – und Maßnahmen regelmäßig evaluieren – für Zielwirksamkeit;
  • die Menschen „mitnehmen“ durch Ermittlung und Berücksichtigung ihrer realen Wünsche sowie konstruktive Partizipation vor Ort (nicht ja/nein-Abstimmungen);
  • Visionen entwickeln und reale beispielhafte Orte für eine positive Mobilitätszukunft schaffen und diese dann anschaulich und breit vermitteln, also die Politik durch eine fortschrittliche Zivilgesellschaft antreiben;
  • die technische und ökonomische Dynamik über politische Instrumente steuern, vor allem über Geld (Kosten-Internalisierung, differenzierte Maut u.a. – das finanziert auch Verkehrswende und Infrastruktur), aber auch durch klare Grenzen (z.B. Tempolimits, Emissions-Grenzwerte)  – als direkte Akteure sind öffentliche Institutionen meist nicht schnell und flexibel genug, sie sollen und können aber negative Nebenwirkungen reduzieren und positive Trends fördern, wenn sie frühzeitig eingreifen;
  • Innovationen interdisziplinär entwickeln mit technischen, sozialen und ökonomischen Aspekten, und intermodale Lösungen finden: individualisierter Öffentlicher Verkehr wie Bedarfsbusse oder Robo-Taxis bzw. Öffentlicher Individualverkehr wie Bike- oder RideSharing.

VCD zur Infrastruktur NRW

Offener Brief des VCD zum Bündnis für Infrastruktur NRW

Sehr geehrte Herren Minister für Bauen und Verkehr, für Finanzen und für Wirtschaft und Energie des Landes NRW,
der Verkehrsclub Deutschland (VCD) wird bewusst nicht am NRW-„Bündnis für Infrastruktur“ teilnehmen. Grundsätzlich bedauern auch wir Verzögerungen von wichtigen Verkehrsprojekten und sind auch der Meinung, dass fallweise die öffentlichen Interessen schwerer wiegen müssen als die Wünsche der Anwohner, aber:

  • meistens sind es nicht die Bürger, die die Verzögerung zu verantworten haben, sondern Planungsprozesse und Haushaltsfragen (s. etwa RRX).
  • die berechtigten Interessen der betroffenen Bürger vor Ort werden nur ernst genommen, wenn sie laut genug artikuliert werden,
  • ist es durchaus wichtig, wenn Politik und Verwaltung sich immer wieder fragen lassen müssen, ob Projekte notwendig und mit den Landeszielen vereinbar sind – offizielle Bedarfsberechnungen und Varianten-Begründungen sind nicht selten zweifelhaft.

Erinnern Sie sich noch, wie die Experten meinten, wir müssten das Land mit Atomkraftwerken zubauen („sonst gehen die Lichter aus“) oder mit Müllverbrennungsanlagen Weiterlesen

RE98/99: Fahrplanabweichungen

RE98/99: Fahrplanabweichungen am 26.11., 03.12. und 04.12.2016
Frankfurt Hbf – Kassel Hbf/Siegen – Aufgrund von Gleisbauarbeiten zwischen Niederwalgern und Marburg sowie Arbeiten an der Stellwerkstechnik zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel kommt es am 26.11., 03.12. und 04.12.2016 zu Fahrplanänderungen auf den Linien RE98 Frankfurt Hbf – Kassel Hbf und RE99 Frankfurt Hbf – Siegen. Die rot markierten Fahrten in der Fahrgastinfo fallen an den in der Tabelle angegebenen Verkehrstagen aus und verkehren zu nebenstehenden, veränderten Fahrzeiten. Der geänderte Fahrplan kann zudem in der DB-Reiseauskunft http://www.bahn.de, DB-Fahrkartenautomaten, DB-Reisezentren etc. abgerufen werden.

DreiLänderBahn – RB 95

Änderung ab 15. Oktober – Berufstätige erreichen wieder ihre Frühschicht.

hlb-2016

(c) W. Schindler

Dillenburg/Rudersdorf. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) handelten kurzfristig. Die Abfahrt des ersten Zuges der RB 95 von Dillenburg nach Siegen (Mo – Fr) erfolgt ab kommenden Montag wieder planmäßig 16 Minuten früher. Durch diese Fahrplanänderung ist für die Fahrgäste aus Dillenburg, Sechshelden, Haiger, Rodenbach, Dillbrecht und Rudersdorf wieder der Anschluss in Siegen an die RB 91 Richtung Hagen gewährleistet. Weiterlesen

ZWS-Verbandsversammlung 22-09-2016

Eindrücke von der 9. Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) am 2016-09-22, Siegen
[VCD / ProBahn Anmerkungen in eckigen Klammern.]

1  Modernisierung Siegen Hbf

Vortrag von Stephan Goerz, Bauherrenvertretung und Kommunikation (MOF 2) DB Station&Service AG, Bau- und Anlagenmanagement Düsseldorf. Vorgestellt wurden 5 Folien zu den verschiedenen Bauzuständen. Weiterlesen

VCD NRW fordert einen garantiert guten Nahverkehr

Am Donnerstag, den 15.9.2016 wird die Änderung des ÖPNV-Gesetzes in den Landtag eingebracht und dann an den Verkehrsausschuss überwiesen. Der Landesverband NRW des ökologischen Verkehrsclubs VCD sieht den Nahverkehr im Land damit noch nicht gut genug aufgestellt für seine großen Zukunftsaufgaben.
Mehr Geld für Bahn und Bus ist eine gute Nachricht, das Geld kommt allerdings nicht vom Land, sondern vom Bund aus den sogenannten Regionalisierungs-Mitteln, von denen NRW künftig einen jährlich wachsenden Anteil erhält. Statt 1,15 Mrd. in 2014 sind es dann für 2017 schon ca. 1,36 Mrd. Euro. Damit kann mehr Bahnleistung bestellt und mehr Infrastruktur saniert werden. Einige qualitative Neuerungen im  NRW-Gesetz wie die Einführung von eigenständigen regionalen Buslinien als Ergänzung des Schienennetzes und mehr Aufmerksamkeit für flexible Angebotsformen wie Sammel- oder Linientaxis sind für den Nahverkehr ebenfalls positiv. Weiterlesen

ÖPNV-Gesetzes NRW vom Juli 2016

Stellungnahme des VCD Nordrhein-Westfalen zum Entwurf der Änderung des ÖPNV-Gesetzes NRW vom Juli 2016

0.      Vorbemerkung
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD)  bedauert, dass das Ministerium nicht auf den Gedanken gekommen ist, Fahrgastverbände in die Meinungsbildung zum Gesetzentwurf einzubeziehen, während das Gesetz selber für die lokale Planung eine entsprechende Beteiligung besonders vorschreibt. Ganz nebensächlich sollten Fahrgastinteressen auf Landesebene nicht sein, und diese werden nicht automatisch durch Behörden, Politik und Fachverbände vertreten.

1.      Grundsätze
Der VCD geht von folgenden fünf Grundsätzen für die Gestaltung des ÖPNV aus: Weiterlesen

Landesregierung NRW verabschiedet Nachhaltigkeitsstrategie

Am 3. Juli 2016 beschloss die NRW-Landesregierung eine überarbeitete und erweiterte Nachhaltigkeitsstrategie für NRW. Ende September 2016 wird die neue NRW Nachhaltigkeitsstrategie in Münster auf einer Tagung vorgestellt und deren Umsetzung diskutiert.
Im Vergleich zu dem Strategiepapier Juni 2014 und dem ersten Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie vom Sommer 2015 wurde der Bereich Mobilität/Verkehr in der jetzt verabschiedeten NRW Nachhaltigkeitsstrategie deutlich besser bearbeitet – ist jedoch insgesamt noch nicht ausreichend und aufgrund fehlender Berücksichtigung bei den Indikatoren sind Entwicklungen nicht messbar.


Mehr Mobilität, weniger Verkehr: Gemeinsam für zukunftsfähige nachhaltige Mobilität.
Im Rahmen des Beteiligungsprozesses zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie hat sich im Bereich Mobilität / Verkehr eine Verbände-Arbeitsgruppe gebildet, die gemeinsame Stellungnahmen zur NRW und bundesweiten Strategie erarbeitet hat. Der folgende Artikel dokumentiert die Entwicklung der Zusammenarbeit.
Vor-Landtag-ecarsharing
Ein zweiter Einstieg – Entwicklung
Im Mai 2011 hat die frische rot-grüne Landesregierung beziehungsweise das Verkehrsministerium  eine Mobilitätsfachkonferenz „NRW. Bewegen“ in der Rheinterrasse in Düsseldorf durchgeführt, „um im Dialog neue, praktikable Wege für nachhaltige Mobilität zu finden“.  „600 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Verwaltung“, zu denen bereits mehrere Teilnehmer der späteren NRW Verbände AG Mobilität/Verkehr gehörten, haben in Arbeitsgruppen einen Katalog von engagierten Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität in NRW erarbeitet. ==> weiter lesen

Abschied von Miriam Pielhau

In tiefer Trauer und Bestürzung müssen wir leider viel zu früh von Miriam Pielhau Abschied nehmen. Sie hat damals als Moderatorin von Radio Siegen gute Sendungen über die Arbeit von VCD und AK-Verkehr der UNI Siegen zusammen gestellt. An zwei Sitzungen des AK-Verkehr der UNI Siegen hat Sie teilgenommen und über die Vorbereitungen zur Einführung des Semstertickets berichtet. Sie war immer voller Lebensfreude. Unsere Bewunderung hat sie aber vor allem durch Ihren Kampf gegen den Krebs und Ihren offenen und ehrlichen Umgang damit, verdient.
In stiller Trauer für eine starke und vorbildliche Frau…

Störungen im Bahnverkehr

Wo bleibt der Fahrgast? VCD fordert bessere Information am Siegener Bahnhof

Einen besseren Umgang mit Störungen im Bahnverkehr zugunsten der Fahrgäste fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) NRW.
Dazu gehört insbesondere die frühzeitige Information über Alternativen.
Bahnhof-Siegen_(VCD)_G0767„Natürlich kann es passieren, dass Personen im Gleis herum laufen oder ein Baum auf die Gleise fällt“, so VCD-Landessprecher Jürgen Eichel. „Entscheidend ist dann die frühzeitige Information der Fahrgäste, insbesondere auch über Alternativen.“ So könne manchmal die Situation noch einigermaßen erträglich gestaltet werden. Weiterlesen

Probleme mit Hessische-Landesbahn und Transdev im Lahn-Dill-Kreis

VCD Lahn-Dill – Pressetext  Wetzlar, 18. Januar 2011
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Lahn-Dill warnt davor, die Schuld an den Missständen im Nahverkehr an Lahn und Dill alleine bei den Verkehrsunternehmen zu suchen. Die Ausschreibung wurde im Fall des Regionalexpress Siegen – Wetzlar – Gießen – Frankfurt vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe vorgenommen. Beim lokalen Busverkehr im Lahn-Dill-Kreis steht die lokale Nahverkehrsgesellschaft Verkehrsverbund Lahn-Dill (VLD) in der Verantwortung.
Zwei Fehler wurden bei der Ausschreibung des Regionalexpresses Weiterlesen

ZWS-Nahverkehrsplan 2016

Stellungnahmen der Fahrgastverbände zum ZWS-Nahverkehrsplan 2016 für den Kreis Siegen-Wittgenstein und den Kreis Olpe

1       Vorbemerkung

Nach Vorlage des Nahverkehrsplans 2016 haben sich die Fahrgastverbände entschlossen, nicht einzelne Linien und Fahrplanentwürfe zu untersuchen. Die ehrenamtliche Arbeit der Verbände kann im Wesentlichen nur Strukturprobleme aufzeigen.
Die bisherigen und auch geplanten Einschränkungen im Angebot des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in der Region sind nicht hinnehmbar. Moderne Konzepte aus anderen Regionen Europas wie zum Beispiel Anruf-Sammeltaxi sind bei der Erstellung des Nahverkehrsplans nicht erkennbar berücksichtigt worden. Hier haben die Fahrgastverbände neue Ideen und Vorschläge erwartet. Weiterlesen

Stellungnahme VCD NRW – BVWP 2030

Der VCD nimmt die offiziellen Ziele der Bundesverkehrswegeplanung ernst: Vorrang für Erhalt (Substanzerhalt), Vorrang für hohe Gesamtnetzwirkung, integrierte verkehrsmittelübergreifende Planung, Vermeidung von hohem Flächenverbrauch und Zerschneidungswirkungen (insbes. für besonders wertvolle Naturflächen), Beitrag zur Erreichung der Klima- und Luftqualitätsziele, merkliche Lärmminderung.
Als positiv .wertet der VCD NRW die verstärkte Verteilung der Mittel nach Bedarf und die Berücksichtigung der Beseitigung von Engpässen, angesichts der Probleme ist dies aber immer noch zu wenig: So braucht es etwa mehr Mittel für den Ausbau der Bahnknoten.
Als positiv wertet der VCD NRW den verstärkten Erhalt vor Neubau, aber die Verteilung der Mittel ist nicht festgelegt, so dass die tatsächlichen Ausgaben am Ende ganz anders aussehen können, wenn Prioritäten politisch doch wieder zugunsten Neubau gesetzt werden. Weiterlesen

VCD – ProBahn bei DB-Netz

Zu einem Informationsaustausch trafen sich Mitglieder von Verkehrsclub Deutschland, ProBahn und dem Arbeitskreis Schienenverkehr in der Zentrale von DB-Netz in Duisburg.

W. Schindler, A. Tepaß, N. Strathmann, H.G. Linde, M. Tuschhoff, D. Wilms, O. Wunderlich

W. Schindler, A. Tepaß, N. Strathmann, H.G. Linde, M. Tuschhoff, D. Wilms, O. Wunderlich

Duisburg. Die DB-Netz betreibt als Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmen den größten Teil der Eisenbahnstrecken in Deutschland. Der Regionalbereich West mit Sitz in Duisburg ist auch für die Strecken im Raum Siegen zuständig. Die DB Netz ist für die Entwicklung der Eisenbahnstrecken zuständig und arbeitet dabei auch mit externen Gutachtern zusammen. Eine wesentliche Aufgabe von DB Netz ist die Vergabe von Fahrplantrassen, die von den Eisenbahnverkehrsunternehmen beantragt werden können. Die ‚diskriminierungsfreie Vergabe‘ wird von der Bundesnetzagentur überwacht. Die Anmeldung der Trassen für das Fahrplanjahr 2017 musste bis zum 11. April 2016 erfolgt sein. Die Anmeldungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen werden auf Plausibilität geprüft. Der vorläufige Fahrplan für 2017 wird bis Juli erstellt.

Norbert Strathmann und Günter Linde

Norbert Strathmann und Günter Linde

Achim Walder und Andreas Tepaß

Achim Walder und Andreas Tepaß

M. Tuschhoff, H.G. Linde, D. Wilms, O. Wunderlich

M. Tuschhoff, H.G. Linde, D. Wilms

Es können weiterhin Trassen beantragt werden. Die Vergabe erfolgt im Rahmen der verfügbaren Kapazität in der Reihenfolge der Anmeldungen. Fahrplantrassen können geringfügig (±3 Minuten) gegenüber dem Antrag verschoben werden, z. B. um die Netzauslastung zu optimieren. Weitere Aufgaben der Mitarbeiter von DB Netz sind unter anderem die Planung von Gelegenheitsverkehren und die Erstellung von Fahrplänen für den Zeitraum von Bauarbeiten.

Strecke Siegen – Kreuztal – Erndtebrück – Bad Berleburg (RB93 Rothaarbahn). Von den Fahrgastverbänden wurde die schlechte Fahrplanqualität auf der RB93 beschrieben. Zur Anmeldung der Fahrplantrassen wurde von DB Netz im Jahr 2011 ein positives Testat erstellt. Die aktuellen Probleme sind DB Netz auch im Detail bekannt. Geschwindigkeitsbeschränkungen an Bahnübergängen werden durch das Eisenbahn-Bundesamt vorgegeben, z. B. im Falle des Bahnübergangs östlich von Ferndorf. Kurzfristige Verbesserungen durch die Beseitigung von Langsamfahrstellen sind nicht zu erwarten. Am Bahnübergang in Aue besteht zur Zeit die Gefahr, dass Straßenfahrzeuge auf dem Bahnübergang aufsetzen. Hier soll die Höhenlage des Gleises verändert werden. Die Umsetzung ist bis zum Sommer 2017 geplant. Im Bahnhof Lützel dürfen zur Zeit nicht zwei Reisezüge kreuzen. Ein neuer Bahnsteig am zweiten Gleis könnte gebaut werden, wird von DB-Netz aber nicht für wirtschaftlich gehalten. Der Zweckverband NWL müsste dafür das Geld bereitstellen. Die Beseitigung von Bahnübergängen zwischen Erndtebrück und Lützel wird ebenfalls nicht für wirtschaftlich gehalten. Hier besteht zur Zeit keine konkrete Planung. Der Bahnhof Dahlbruch soll weiter als Kreuzungsbahnhof bestehen bleiben. In den Bahnhof Hilchenbach soll bis zum Jahresende die gleichzeitige Einfahrt der Züge ermöglicht werden. Eine Maßnahme zur Stabilisierung des Fahrplans.                                                       Bilder (c) W. Schindler u. A. Walder

Rothaarbahn – Neuer Fahrplan gescheitert

Seit dem Fahrplanwechsel im letzen Dezember haben die Verspätungen der Rothaarbahn ein bisher nicht gekanntes Ausmaß erreicht. Ursache sind diesmal nicht fehlende Lokführer sondern das Fahrplanexperiment, mit dem die Rothaarbahn nach Betzdorf verlängert wurde. Dazu wurde die Fahrzeit von Siegen nach Hilchenbach und zurück um 5 Minuten verkürzt. Dieser Plan wird aber oft nur am späten Vormittag eingehalten. Zur Hauptverkehrszeit sind die Züge meist 4 Minuten und mehr verspätet. Immer wieder werden 10 Minuten überschritten. Dann gehen auch Weiterlesen

Moderner Bahnhof in Wilnsdorf-Rudersdorf aus dem Takt

Rudersdorf. Der Bahnhof Rudersdorf war in die Jahre gekommen. Die Bahnsteige, die Informationssysteme und die Beleuchtung waren schon lange nicht mehr zeitgemäß. Ein Wegeleitsystem für Sehbehinderte und Blinde war garnicht vorhanden, weder auf dem Bahnhofsvorplatz, noch auf den Bahnsteigen. Eine Zustand, der nicht mehr in die Zeit passte. Eine Modernisierung war längst überfällig.
Nach langjährigen Bemühungen der Gemeinde Wilnsdorf erfolgte 2010 mit  Landesmitteln der Umbau des Bahnhofvorplatzes. Es entstand eine Park&Ride-Anlage mit über 40 Stellplätzen, die von vielen Pendlern genutzt wird. Weiterlesen

Zugausfälle/Verspätungen Hessische Landesbahn => Mobilitätsgarantie NRW

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 vergeht kaum ein Tag ohne Ausfälle und Verspätungen auf den Regionalbahnlinien RB92 Biggesee-Express – und RB93  Rothaar-Bahn. Die Hessische Landesbahn GmbH (HLB) kann den aktuellen Fahrplan nicht einhalten. Begründungen sind der Presseerklärung der HLB vom 08.01.2016 zu entnehmen. In diesem Zusammenhang verweist der Verkehrsclub Deutschland noch einmal ausdrücklich auf die Mobilitätsgarantie NRW.

Hessische Landesbahn mit großen Problemen in Südwestfalen

Seit der Übernahme des Bahnverkehrs auf den Strecken Siegen – Bad Berleburg und Finnentrop – Olpe gibt es keinen stabilen Fahrplan. Fahrgäste müssen immer wieder Zugausfälle hinnehmen. Ende 2015 wurden die Probleme immer größer. Der Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn Veit Salzmann erläutert, dass es seit Fahrplanwechsel am 13.12.2015 hier zu vermehrten Zugausfällen kam. Insgesamt wurden auf den Linien der 3LänderBahn durchschnittlich 97% der Fahrten im regulären Zugverkehr erbracht. Die ausgefallenen Züge konnten zu 40% durch Busse (Schienenersatzverkehr) ersetzt werden. Die Ursachen für die Zugausfälle sind vielfältig: Ein außergewöhnlich hoher Krankenstand während der Weihnachtszeit.-Die Gestaltung des neuen Fahrplankonzeptes hat mehr Zeit in Anspruch Weiterlesen

VCD-Verkehrspreis 2015 Südwestfalen

VCD-SIWIOL_Verkehrspreis-2015_G9492Am 7. und am 10. Dezember 2015 zeichnete der Vorstand des Kreisverbandes des Verkehrsclubs Deutschland die Kreistage – Kreis Siegen-Wittgenstein und Kreis Olpe – für die Einführung des VGWS-Schülertickets mit dem diesjährigen VCD-Verkehrspreis aus. Die Auswahl für das 2014 in den beiden Kreisen eingeführte zukunftsweisende ökologische Verkehrsprojekt fiel den Verantwortlichen des Verkehrsclubs Deutschland nicht schwer.

VCD-SIWIOL_Verkehrspreis-2015_Olpe_G9512

Verleihung an den Kreis Olpe: Achim Walder, Walter Schindler, Landrat Frank Beckehoff, Günter Linde

VCD-SIWIOL_Verkehrspreis-2015_Siegen_G9474

Verleihung an den Kreis Siegen-Wittgenstein: Günter Linde, Walter Schindler, Landrat Andreas Müller, Achim Walder

Das Ticket ist für die Schülerinnen und Schüler, die Verkehrsunternehmen und für die Umwelt ein Gewinn. In den Feierstunden in den Kreishäusern Siegen und Olpe wurden die Vorteile des Tickets durch alle Redner deutlich hervorgehoben. Schülervertreterinnen und -vertreter unterschiedlicher Schulen, die mit ihren Lehrern vom VCD-Vorstand Weiterlesen

Bahnhaltepunkt Niederschelden-Nord

Nachdem im Rahmen des Neubaus der Hüttentalentlastungsstraße, deren Brückenpfeiler auf den Bahnsteigen des Haltepunkts Niederschelden-Nord gegründet sind, in der Planungsphase keine Einigung der Partner auf eine Bahnsteigerhöhung erreicht werden konnte, haben Aufga­benträger und Deutsche Bahn nun eine Lösung gefunden. Die Bahnsteige werden künftig eine Höhe von 55 cm aufweisen. Damit ist gewährleistet, dass die Kunden der Bahn die Bahnsteige und auch die neuen Züge zukünftig stufenfrei erreichen können. Zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015 Weiterlesen

VCD – aktuellen Bahntest 2015

Der Verkehrsclub Deutschland hat in der letzten Woche seinen aktuellen Bahntest vorgestellt. Primäres Ergebnis ist, dass viele Fahrgäste das als komplex empfundene System verschiedener Sparpreise kaum verstehen und sich einen günstigeren Normalpreis wünschen. Den Schwerpunkt auf Tarife und Preise hat der VCD aus zwei aktuellen Gründen gewählt. Weiterlesen

IC2 – Siegen — Hagen

IC2 Ja – aber ohne Einschränkungen/Reduzierung des heutigen Nahverkehrsangebots zwischen Hagen – Siegen – Frankfurt.
ProBahn, Verkehrsclub Deutschland und Arbeitskreis Schienenverkehr (alle aus Südwestfalen) stellen Eckpunkte für die Entscheidung zusammen.

Die Geschichte des Fernverkehrs zwischen Frankfurt – Siegen und Hagen ist lang. Der geplante InterCity-2 (IC2) ist vergleichbar mit dem Interregio, der vor rund zehn Jahren eingestellt wurde. Das Wagenmaterial ähnelt den Doppelstockzügen des heutigen Nahverkehrs. Auch die Fahrten mit dem EuroCity von Siegen nach Zagreb werden wegen Unwirtschaftlichkeit nicht mehr angeboten. Weiterlesen

Tempo 30 vor Schulen, Kitas etc. – Alternativen zum „Elterntaxi“

praxisbuch-mobilitaetserziehung_01Der VCD NRW begrüßt die Überlegungen der Verkehrsministerkonferenz für ein generelles Tempolimit von 30 km/h vor Schulen, Kitas, Kliniken und auch Alten- und Pflegeheimen. Ein solcher Beschluss wäre eine sehr gute Nachricht für  Kinder, kranke und ältere Menschen, meint der VCD NRW. Der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer sollte Vorrang haben vor ein paar Sekunden Zeitgewinn. Noch besser wäre Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften, da neben den vielen Fußgängern erfreulicherweise immer mehr Radfahrer auf den Straßen unterwegs sind. Tempo 30 bedeutet Weiterlesen

Warum der neue IC 34 an Hagen vorbeifährt

Die Bahn ist durch den steten Zuwachs der Fahrgastzahlen im Fernbusverkehr in arge Bedrängnis geraten. Neben der EEG-Umlage in Höhe von 160 Millionen Euro wird die Bahn als einziger Verkehrsträger mit einer CO₂ – Abgabe in Höhe von 60 Millionen Euro belastet. Zusätzlich ist eine Stromsteuer zu zahlen und die Gebühren für die Trassennutzung steigen. Die Fernbusse müssen nicht einmal eine Maut zahlen  und können immer mehr Fahrgäste bei der Bahn durch niedrige Tarife abwerben. [1] Die Zahl der Kunden stieg im Fernbusverkehr von 1,3 Millionen im ersten Halbjahr 2013 auf 16 Millionen im Jahr 2014. Für 2015 wird mit 20 Millionen gerechnet. [2]
Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass die Bahn nun in die Offensive geht und das Fernverkehrsnetz durch neue Intercity-Linien Weiterlesen

Anschluss verpasst – Die Bahn und die Kunden

Diese Doku geht der Frage nach, wie kundenfreundlich die Deutsche Bahn ist. Für seine Recherche ist Autor Hermann Abmayr mit dem Zug kreuz und quer durch den Südwesten, nach Berlin und nach Paris gefahren. Auf seiner Reise traf er eine Mutter, die mit ihrem Kind und dem Kinderwagen kaum in den Zug kam, weil der Bahnsteig viel zu niedrig für die alten, hohen Wagen ist. Abmayr findet heraus: alleine in der Region Stuttgart passen an 32 Stationen die Bahnsteige nicht zu den Zügen. – Film von Hermann G. Abmayr

Sicherheit vor Zeitgewinn

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) NRW e.V. begrüßt die Überlegungen der Verkehrsministerkonferenz für ein generelles Tempolimit von 30 Stundenkilometern vor Schulen, Kitas, Kliniken und auch Alten- und Pflegeheimen. „Ein solcher Beschluss wäre eine sehr gute Nachricht für Kinder, kranke und ältere Menschen“, meint Uwe Maaßen, Sprecher des VCD NRW e.V.. „Der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer sollte Vorrang haben vor ein paar Sekunden Zeitgewinn. “
Noch besser wäre Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften, da neben den vielen Fußgängern erfreulicherweise immer Weiterlesen

Regionalisierungsmittel für regionalen Schienenverkehr

Bundesregierung und Länder haben sich auf einen Kompromiss bei der weiteren Finanzierung insbesondere des regionalen Bahnverkehrs geeinigt: Es soll insgesamt mehr Mittel geben, und zusätzlich mehr für NRW – das ist die gute Nachricht. Der Kompromiss sieht vor, dass die Regionalisierungsmittel, mit denen im wesentlichen der Betrieb des regionalen Schienenverkehrs ermöglicht wird, von derzeit 7,3 Mrd € für das kommende Jahr auf 8 Mrd € erhöht und dann jährlich um 1,8 % gesteigert werden. Zusätzlich erhält NRW schrittweise mehr Mittel, in dem der Verteilungsschlüssel verändert wird: Bislang bekam NRW nur 15,76 % der Regionalisierungsmittel, dieser Anteil soll nach und nach ansteigen. Weiterlesen

VCD-Reiseführer ’50 Ausflugsziele in Nordrhein-Westfalen mit Bus und Bahn entdecken‘

1_Reisemagazin_D_Nordrhein-Westfalen_Rheinland_TitellinkVCD stellt ersten Teil des Online-VCD-Reiseführers in Internet: Viele Sehenswürdigkeiten finden sich in Köln und der Region. Die Region bietet eine große Vielfalt an Ausflugszielen. Neben den Highlights wie die der Kölner Dom, das Schloss Bensberg oder Schloss Brühl gibt es viele weitere Museen und historische Bauwerke. Viele gegensätzliche Faktoren prägen diese Region. Neben der Landwirtschaft mit Obstplantagen und Gemüseanbau sind dies vor allem der Braunkohletagebau, aber auch die Landschaften der Voreifel und des Bergischen Landes sowie die zahlreichen Burgen und Schlösser, die häufig als Wasserburgen errichtet wurden. Die Kölner Bucht ist ein nach Südosten spitz zulaufendes Weiterlesen

Gewinnerfilm VCÖ-Mobilitätspreis 2015: Der Wolfurter Weg

Die Marktgemeinde Wolfurt ist der Gesamtsieger beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Österreich. Wolfurt hat ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept umgesetzt. Das im Jahr 2013 erarbeitete Verkehrskonzept fördert umweltfreundliche Mobilität und berücksichtigt besonders die Bedürfnisse von Kindern und älteren Menschen. Es gilt nun Tempo 30 auf allen Nebenstraßen, es wurden vier Fahrradstraßen und eine Begegnungszone umgesetzt, drei weitere Begegnungszonen sind in Planung. Die Mobilität ist sicherer und leiser geworden. Der VCÖ-Mobilitätspreis 2015 stand unter dem Motto „Mobilität im Wandel“ und wurde vom VCÖ in Kooperation mit dem bmvit, dem Umweltministerium und den ÖBB durchgeführt. Informationen zu allen ausgezeichneten Projekten unter www.vcoe.at.

Fahrradsicherheit für Kinder

Wer sein Kind auf dem Fahrrad mitnehmen oder dem Kind ein eigenes Fahrrad kaufen möchte, muss an die Sicherheit denken. In jedem Jahr verunglücken in Deutschland ca. 75.000 Radfahrer, darunter knapp 10.000 Kinder. Die Mitnahme von Kindern ist gemäß der Straßenverkehrsordnung bis zum vollendeten siebten Lebensjahr möglich. Bereits Säuglinge können auf dem Fahrrad mitgenommen werden, doch Experten zufolge sollte die Mitnahme erst ab einem Alter von sechs Monaten in einer Babyschale im Fahrradanhänger erfolgen. Weiterlesen

Studie zur altersgerechten Mobilität:

Berlin/Brandenburg: Berlin: Technische Lösungen beispielsweise aus der Robotik sowie die weitere Vernetzung der Verkehrsträger können die Barrierefreiheit der Verkehrsmittel in Berlin fördern und dazu beitragen, dass die Stadt noch attraktiver für die wachsende Zahl der über 65jährigen wird. Ebenfalls wichtig ist es, die vorhandenen Geodatenbank um seniorenrelevante Informationen zu ergänzen. Dies zeigt die Studie „Demografie und Mobilität. Wie Technik unterstützen kann“, die Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin, gemeinsam mit Rico Gast, Stabsabteilungsleiter Geschäftsentwicklung bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), am 08.07.2015 vorstellte.

 

Verkehrsnachrichten – Deutscher Bundestag

Machbarkeitsstudie Deutschland-Takt – Verkehr und digitale Infrastruktur/Antwort
Berlin: (hib/MIK) Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „Deutschland-Takt“ sollen in der Bundesverkehrswegeplanung berücksichtigt werden. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/5353) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur „Rolle des Deutschland-Taktes für die Bundesverkehrswegeplanung“ (18/5186).
Die in der Studie vorgeschlagenen Infrastrukturmaßnahmen würden dazu einer gesamtwirtschaftlichen Nutzen- Kosten-Analyse unterzogen werden, heißt Weiterlesen

Wie nachhaltig ist die NRW Verkehrspolitik ?

20150627_121654VCD-Treffen in Bochum – Seit Mai 2011 haben sich VCD-Mitglieder daran aktiv beteiligt. Im Herbst 2014 erschien ein erstes Strategiepapier. Jedes Jahr gibt NRW über 1,1 Mrd EUR für den öffentlichen Verkehr aus. Viele Projekte kommen aber kaum voran, zum Teil wird vor Ort das Angebot gekürzt, und die Situation vieler Verkehrsbetriebe wird immer schwieriger. Die Landesregierung unterstützt die Arbeitsgemeinschaft Fußgänger- und  Fahrradfreundliche Städte, Kommunen und Kreise – aber vielfach kommen Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer nur langsam voran. Die Landesregierung gibt mehr als je zuvor in den Erhalt der Straßen – aber dennoch geht der Verfall weiter und es werden immer noch große Straßenprojekte geplant. Und was müsste noch geschehen, damit Umwelt- und Klimaschutz auch im Verkehr wirksam voran kommen? Weiterlesen

ProBahn – Ruhrschiene 2015-2

ruhrschiene2015-1-1_Seite_01Inhaltsverzeichnis:

  • Kundenfreundlicher Bahnhof Bad Laasphe
  • Hessische Landesbahn mit Startproblemen
  • Obere Ruhr: Weiter Streit um Tunnelsanierung
  • Wer fährt den Siemens-RRX?
  • Regionalisierungsmittel: Zurück auf Null
  • PRO BAHN nimmt Stellung zum NVP Münster
  • Neuer S-Bahn-Takt an der Ruhr?
  • 105 kommt nicht nach Oberhausen
  • Mülheim: NVP wird etappenweise umgesetzt
  • VIA: ein Schritt vor, zwei Schritte zurück?
  • Bogestra bekommt neue Bahnen
  • Termine

 Download: Ruhrschiene 2015#2 (1,2 MB)

DB Vorstand lehnt NWL-Angebot zur Mitfinanzierung der zweigleisigen Tunnel auf der Oberen Ruhrtalbahn ab

Im Rahmen der Diskussion um die von der DB geplanten eingleisigen Sanierung des Glösinger und Freienohler Tunnels und damit der Schaffung eines 3,5 km langen eingleisigen Abschnitts zwischen Arnsberg und Meschede hatte der NWL Anfang März dem DB Vorstand angeboten, sich mit 11 Millionen € an den Mehrkosten für eine zweigleisige Sanierung zu beteiligen. Dies entspricht ca. 50 % der entstehenden Mehrkosten. Weiterlesen

Investition in die Zukunft des ÖPNV

Wern-Group schafft 30 Busse neuester Abgastechnik an
Die Anschaffung von aktuell 20 Fahrzeugen und weiteren mindestens 10 Omnibussen im Jahresverlauf wurde in erster Linie im Zuge der Einrichtung der Umweltzone in der Siegener Innenstadt notwendig, die seit Anfang des Jahres besteht. Ältere Busse werden nun nach und nach ausrangiert und durch die neuesten Errungenschaften ersetzt. Darüber hinaus werden bis Mitte des Jahres weitere Fahrzeuge angeschafft: Mit einem Buszug und sieben neuen Gelenkomnibussen wird der heimische ÖPNV-Dienstleister seinem Ziel einen wichtigen Schritt näher kommen. Zudem wird anhand der modernen Busse ein gesteigerter Komfort für die Fahrgäste erzielt. Somit handelt es sich bei den kürzlich getätigten und noch geplanten Anschaffungen um Investitionen in die Zukunft des ÖPNV, die mittel- bis langfristig für die Aufrechterhaltung eines angemessenen Busverkehrs in Siegen Wittgenstein und Olpe entscheidend sind.

DB will mehr Bahnhöfe

Beim letzten Treffen der AG RUHR sprachen wir vor dem Hintergrund der Berichte, dass DB Station neue Haltepunkte untersuche, über mögliche neue Stationen.
Genannt wurden:
– Dortmund West (tief)
– Dortmund Kromnprinzenstraße (S4)
– Dortmund Technologiepark (S1, evtl. in Kombination mit Verlängerung nach Brögmannplatz)
– Hagen Haspe (an Voerder Straße)
– Hagen Eilpe Mitte
– Lünen Alstedde
– Oberhausen Remer
– Schwerte Westhofen
– Schwerte Geisecke oder Fröndenberg Langschede
– Dortmund Barop Parkhaus (S5, Verlegung)
– Dortmund Zoo (Mergelteichstraße, RB 52, Verlegung)
Mir fällt noch ein:
– Witten Pferdebachstraße (S5, Uni Witten-Herdecke)
– Hagen Vorhalle (S5, RB 40, Verlegung)
eventuell:
– Wetter Wengern Ost (wenn RB 40 über linke Ruhrseite)?
Vielleicht können wir in den nächsten Wochen und Monaten weitere Vorschläge sammeln und den Aufgabenträgern und ggf. DB zur Prüfung vorlegen.
Habt ihr weitere Vorschläge für eure Regionen?

Radverkehr in Kreuztal

Wie viele andere Städte setzt sich auch Kreuztal für den Klimaschutz ein. Hierzu gehören auch der Umweltverbund und der Auftrag, die Nahmobilität für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Kreuztal-Radverkehr_Titel_i8Es gibt gute Ansätze und Beispiele, jedoch scheint teilweise das Gesamtkonzept auf der Strecke geblieben zu sein. 1995 trafen sich Mitglieder der Fahrradinitiative Kreuztal-Hilchenbach des Verkehrsclubs Deutschland, des BUND, der Stadtverwaltung und der Verkehrswart zu einer Erkundungstour durch Kreuztal. Die Ergebnisse wurden damals im Rat der Stadt Kreuztal öffentlich vorgestellt. Einige der erarbeiteten Vorschläge wurden anschließend auch umgesetzt.
Dokumentation – Radverkehr Kreuztal 2015
20 Jahre nach dieser Aktion trugen nun wieder Mitglieder der Fahrradinitiative kritische Punkte zum Radwegenetz in Kreuztal zusammen. Durch die besondere Tallage Kreuztals bleiben für den Radverkehr häufig nur die Landes- und Bundesstraßen. Die entlang der B54 von Krombach nach Buschhütten eingerichteten Fahrradstreifen = Suggestivstreifen wurden bis auf wenige Stellen verwirklicht. In Ost-West-Richtung zwischen der Stadtgrenze Hilchenbach und der Hauptkreuzung ist die Radwegeführung nur Stückwerk. Teils gibt es Sonderstreifen, Radwege neben dem Fußweg, teils gemischte Rad- und Fußwege, aber an Problemstellen fehlt der Radweg oft ganz. Durch das Heestal und nach Osthelden wurden nur abschnittsweise Radwege für beide Fahrtrichtungen gemeinsam angelegt. Auf mehreren Kilometern fehlt ein Radweg jedoch ganz. An den neuen Bahnhöfen gibt es Fahrradabstellanlagen. Nur in der Innenstadt, am ‚Roten Platz‘ hat sich nichts verändert. Es gilt ein Fahrverbot auf dem ganzen Platz und damit auch zu den einzigen Fahrradständern am Rathaus.

VCD-Gespräch mit dem Verkehrsunternehmen VWS

Zum jährlichen Gedankenaustausch traf sich der VCD-Vorstand mit den leitenden Vertretern der VWS, in dem die folgenden Themen angesprochen werden konnten.VCD-KV-SiWO_bei-VWS_2013-07-314_R8970

  1. Da in den nächsten Monaten der regionale Nahverkehrsplan für Bus und Bahn aktualisiert werden muss, stellte der VCD die Frage nach mehr Busverkehr. Bereits heute fahren in einigen Gebieten am Wochenende und in den Schulferien keine Busse mehr.
  2. Ein großes Ärgernis der Busfahrgäste sind die mit Werbung überzogenen Fensterscheiben der Busse. Die VWS verwiesen hier auf die daraus resultierenden, nicht unerheblichen Werbeeinnahmen. Es werde jedoch versucht, möglichst viel Fensterfläche frei zu lassen.
  3. Die Einrichtung der Umweltzone in Siegen verursacht dem Unternehmen zusätzliche Kosten, weil neue Busse gekauft und einige Busse mit Filter nachgerüstet werden müssen.
  4. 2018 steht die erneute Ausschreibung des Busverkehrs durch die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe an. Die VWS als regionales Unternehmen mit ihren ausgeprägten Kenntnissen der Region beabsichtigen, sich wieder zu bewerben.
  5. Ausgiebig diskutiert wurden die Besonderheiten von gemeinwirtschaftlichen bzw. eigenwirtschaftlichen Betrieben mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen, so dass die Mitglieder des VCD einen guten Einblick in die Struktur von Verkehrsunternehmen allgemein erhielten.
  6. Interessiert waren die VCD-Vertreter auch an den Ergebnissen der Testfahrten verschiedener Bussysteme. Der überlange Bus mit zwei Gelenken, den die VWS auch zur UNI einsetzen wollten, konnte in der hügeligen Stadt Siegen jedoch nicht überzeugen. Aber Busse mit Anhängern wird man in Siegen demnächst wohl öfters sehen.
  7. Ein Ärgernis der elektronischen Fahrplanauskunft brachte Walter Schindler (VCD) zur Sprache und zeigte an Hand von Beispielen, dass Verknüpfungspunkte zwischen Bus und Bahn im Fahrplan nicht korrekt angezeigt werden.
  8. Das Schülerticket würdigten VCD und VWS als großen Erfolg, da es den Schülern mehr Mobilität ermöglicht. Darüber hinaus erhofft sich der VCD auch eine Reduzierung des Autoverkehrs durch weniger elterlichen Hol- und Bringverkehr.
  9. Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass die Stadt Siegen dringend eine neue Haltestelle für die Fernbusse finden muss. Die regulären Linienbusse müssen häufig auf der Fahrbahn halten, weil die Bushaltestelle von Fernbussen blockiert ist.
  10. Einen weiteren Gesprächsaspekt stellte der geplante Westfalentarif dar, der aus Sicht der VWS Mehrkosten für die Verwaltung verursachen wird. Die zusätzlichen Kosten müssten an die Fahrgäste oder die Kreise weitergegeben werden.
  11. Den Abschluss der gut zweistündigen Gesprächsrunde bildeten Überlegungen zu Linienverbesserungen in Netphen-Werthenbach und Wittgenstein.

Das Gespräch bot den Mitgliedern des VCD interessante und vielseitige Einblicke in Planung, Logistik und finanzielle Aspekte eines regionalen Verkehrsunternehmens.

Auszeichnung Bahnhof Bad Laasphe und Busstation

kundenfreundlicher Bahnhof in der Region Südwestfalen

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(c) Peter Stephan

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(c) Klaus-W. Friedrich

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(c) Deutsche Bahn

Der Bahnhof Bad Laasphe ist nach seinem gelungenen Umbau ein ausgezeichnetes Beispiel für einen kundenfreundlichen Bahnhof in Südwestfalen. Für den VCD KV Siegen-Wittgenstein und Olpe, PRO BAHN – Regionalverband Ruhr und den AK Schienenverkehr Südwestfalen war es nicht schwer, einvernehmlich diese Wahl zu treffen. Dies überrascht Kenner dieses Bahnhofs nicht, da er mittlerweile zu einem Schmuckstück geworden ist. In den Bahnhof, der ab 2009 renoviert wurde, ist wieder Leben eingekehrt.
Hier haben die Stadt Bad Laasphe, die Kurhessenbahn (Deutsche Bahn AG) und der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) im NWL hervorragend kooperiert. Das Bahnhofsgebäude war in die Jahre gekommen. Nach dem Kauf des Bahnhofsgebäudes durch die Stadt war die Voraussetzung für eine grundlegende Sanierung geschaffen. Bahnhofsgebäude und Bahnsteige entsprechen jetzt zeitgemäßem modernen Standard. Reisende können im Bahnhof Fahrkarten kaufen, sich mit Reiseproviant versorgen oder die Wartezeit in dem neuen Bistro verkürzen. Das Bistro, von der Kurhessenbahn betrieben, ist zum Glanzpunkt des Bahnhofs geworden, es lädt auch zu längerem Verweilen ein. Reisende und Besucher können in schönem Ambiente Kaffee, Tee und andere Köstlichkeiten genießen. Eine Besonderheit bietet der Gastbereich mit dem Blick auf die Gleise und Bahnsteige.
Neben der Modernisierung des Bahnhofsgebäudes wurde auch das Umfeld neu gestaltet, übersichtlich, sicherer und mit kurzen Wegen. Die Bushaltestellen wurden näher an den Bahnhof gerückt, ankommende oder abfahrende Bahnreisende müssen nicht mehr die Bundesstraße überqueren. Alle Bushaltestellen wurden auf die Bahnhofsseite verlegt. An den Bushaltestellen erleichtern Haltestellenfunktionspläne die Orientierung. Der Bahnhofsvorplatz wurde barrierefrei gebaut, Blindenleitlinien verbinden Bushaltestellen, Bahnsteige und das Bahnhofsgebäude. Modern und funktionsgerecht, so lautet das Urteil, der Umbau ist gelungen._G4003
Auch die vorgelegte Planungssumme von 4 Millionen € für die Umbauten wurde nicht überschritten. Alle Gewerke wurden sach- und fristgerecht ausgeführt, besonderer Dank ist dafür der Kurhessenbahn, der Stadt Bad Laasphe, dem ZWS und den ausführenden Unternehmen auszusprechen.
Für das Gremium hat der Bahnhof Bad Laasphe Vorbildcharakter für weitere Bahnhofsrenovierungen in der Region. Das Votum für die Auszeichnung war einstimmig. Das Urteil bezieht sich auf die Planung, Durchführung und Umsetzung des Gesamtkonzeptes, bei dem das Kurhessenbahn-Café das Sahnehäubchen der gesamten Bahnhofsrenovierung darstellt.

Weitere Infos finden sie auf den Seiten der Fahrgastverbänden
www.vcd-siegen-wittgenstein-olpe.de
www.probahn-nrw.de
www.ak-schienenverkehr.de

Verkehr in Zahlen 2014

„Verkehr in Zahlen“, seit mehr als vierzig Jahren das Standardwerk zur Verkehrsstatistik in Deutschland, steht mit der aktuellen Ausgabe 2014/2015 erstmalig zum kostenlosen Download bereit. Das Kompendium enthält auf mehr als 300 Seiten aktuelle Zahlen und Zeitreihen zu allen Themen aus den Bereichen Mobilität und Verkehr, von den Investitionen in die Infrastruktur über Verkehrsaufkommen und -leistung bis hin zu Informationen über das tägliche Mobilitätsverhalten der Deutschen. Abgerundet wird dieser Datenschatz durch ein Kapitel mit internationalen Kennzahlen, die Deutschland im europäischen Vergleich darstellen.
Damit hat sich „Verkehr in Zahlen“ als unverzichtbare Informationsquelle bewährt für alle, die sich in Forschung, Politik und Wirtschaft mit Verkehrsthemen befassen. Die Datei steht wahlweise in den Formaten PDF und MS-Excel bereit und kann damit sowohl als Nachschlagewerk als auch als Basis für tabellarische Auswertungen und Diagramme verwendet werden.
Natürlich können Sie „Verkehr in Zahlen“ auch weiterhin in bewährter Form als Taschenbuch zum Preis von 62,50 € im Buchhandel beziehen. (Pressemeldung BMVI, 15.12.14).


Dietzhölztalbahn – Reaktivierung

Unser Ziel ist die mittelfristige Reaktivierung des Streckenabschnitts Dillenburg-Nord bis Ewersbach für den Güterverkehr und die touristische Nutzung, sowie langfristig die Nutzung der Strecke für die Schülerbeförderung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Damit wir diese Ziele erreichen können, werden momentan Teile der Strecke freigeschnitten, um den aktuellen Zustand des Oberbaus beurteilen zu können. In Verbindung mit zahlreichen Wanderwegen (z.B. Zuwegung Rothaarsteig, Silberpfad Dietzhölztal) und Freizeitanlagen in unmittelbarer Nähe der Strecke (z.B. Freizeitbad Panoramablick, Freizeitanlage Hammerweiher), bietet die Strecke ein gewisses Potential.
Die Dietzhölztalbahn ist die einzige Nebenbahn im ehemaligen Dillkreis, deren Reaktivierung keine größeren Hindernisse im Weg stehen würden. Momentan fehlen einige Bahnübergänge entlang der Strecke sowie eine Brücke und ein Schienenstück von etwa 80m in Eibelshausen, wobei sich die jeweiligen Gemeindeverwaltungen dazu verpflichtet haben, diese auf eigene Kosten wiederherzustellen sofern der Schienenverkehr auf der Strecke wiederaufgenommen werden sollte.
=> http://www.dietzhoelztalbahn.net

Rhein-Sieg-Express: Mehr Kapazitäten ab 14. Dezember

Kurzmitteilung

Rhein-Sieg-Express: Mehr Kapazitäten ab 14. Dezember

Eine Million mehr Sitzplätze pro Jahr: Einsatz eines weiteren Doppelstockzuges sorgt für Entlastung auf der RE 9 zwischen Aachen, Köln und Siegen / Neue Linie S 19 verkehrt bis Hennef.  Der Einsatz eines weiteren Doppelstockzuges sorgt erneut für Entlastung auf der Regional-Express-Linie 9. Ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember wird ein mit fünf Wagen bestückter Zug einen der zwischen Siegen und Aachen verkehrenden Züge vom Typ Talent 2 ersetzen. Das Platzangebot des stark frequentierten Rhein-Sieg-Express (RSX) steigt damit jährlich um insgesamt eine Million von bislang 7,2 auf künftig 8,2 Millionen Sitzplätze. Neben Wochenendausflüglern profitieren vor allem Pendler von dieser Leistungserweiterung: Durch den neu eingesetzten lokbespannten Zug können werktags nun sechs weitere Zugfahrten zwischen Siegen und Aachen mit Doppelstockwagen durchgeführt werden. Die Leistungsausweitung wurde vom Zweckverband Nahverkehr Rheinland initiiert und finanziert. Gemeinsam mit DB Regio NRW wird damit ein weiterer Schritt zur dauerhaften Entlastung der nachfragestarken Verbindung zwischen Aachen, Köln und Siegen umgesetzt.

Moderner Bahnhof ohne Züge – Rudersdorf an Sonn- und Feiertagen abgehängt

Fahrplaneinschränkung auf der Sieg-Dill-Bahn

Rudersdorf. Am nächsten Sonntag übernimmt die Hessische Landesbahn (HLB) auf den heimischen Strecken von DB Regio die Leistungen der DreiLänderBahn. Mit gleichzeitigem Fahrplanwechsel wird zwischen Siegen und Dillenburg der Betrieb der RB 95 an Sonn- und Feiertagen eingestellt. Die Konsequenz: Rudersdorf ist dann tagsüber ohne Zughalt. Auf hessischer Seite sind von dieser Angebotsreduzierung die Stationen Dillbrecht und Rodenbach betroffen. Lediglich mit drei „Nachtzügen“ des Main-Sieg-Express kann der Reisende um 22.52, 23.20 und 1.11 Uhr an diesen Tagen eingeschränkt den Bahnhof Rudersdorf erreichen. Das ist keine Werbung für die Schiene.

Sonntag in Rudersdorf: Leere Bahnsteige und durcheilende Züge

Sonntag in Rudersdorf: Die Züge fahren durch.

Gerade zu den Hauptreisezeiten wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten wird Rudersdorf jeweils mehrere Tage ohne Zughalt sein. Beliebte Ausflugstage wie der 1. Mai, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam sind ebenfalls davon betroffen. Zum benachteiligten Personenkreis zählen ganzjährig Rothaarsteigwanderer, Mountainbiker, Wochenendausflügler und viele Bahnkunden der betroffenen Ortschaften, die Siegen oder Dillenburg für einen Sonntagsbesuch als Ziel haben. Zusammen ein starkes Kundenpotential für die Strecke zwischen diesen beiden Städten.
Ein gerade erst modernisierter Bahnhof mit reduziertem Angebot, das ist widersprüchlich und kontraproduktiv. In Zeiten wachsender Konkurrenz durch Fernbuslinien muss der Verkehr auf der Schiene attraktiver gestaltet werden. Rückzug ist das falsche Signal. Das ist auch den Protagonisten bekannt.
Nach Auffassung des Verkehrsclubs Deutschland sollte diese Fahrplaneinschränkung länderübergreifend schnellstens korrigiert werden. Hier sind die Landräte des Kreises Siegen-Wittgenstein, des Lahn-Dill-Kreises, die Verbandsvorsteher und nicht zuletzt die Politik aufgefordert, darauf Einfluss zu nehmen, dass das bisherige Zugangebot für Rudersdorf und die betroffenen Stationen in Hessen wieder hergestellt wird und nach Möglichkeit verbessert wird. Die an der Ausschreibung beteiligten Zweckverbände in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz sollten an den Verhandlungstisch zurückkehren und mit der HLB zusammen eine Lösung finden. Wenn ein sonn- und feiertäglicher Zwei-Stunden-Takt auf der Hellertalbahn möglich ist, sollte das auf der Hauptstrecke zwischen Siegen und Dillenburg erst recht zum Standard gehören. w.s.

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Achim Walder

Unser langjähriger Vorsitzender Achim Walder wurde am 4.12.2014 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Mit dem Zitat von Mahatma Ghandi ‘Das Ziel weicht ständig vor uns zurück. Genugtuung liegt im Einsatz, nicht im Erreichen. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.’ leitete Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, seine Laudatio zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Achim Walder ein. Dabei wurde deutlich, dass Achim in seinem Wirken als Umweltschützer im Verkehrsbereich mit seiner Tatkraft und seinem Wissen viele Institutionen und Verbände bereichert und motiviert hat.Das Pressefoto - Freude auf den Gesichtern
Vor 40 Jahren kam Achim Walder aus Bonn zum Studium an die UNI-Siegen. Die Verkehrsprobleme in der Region wurden bald deutlich und es galt mögliche Verbesserungen zu suchen. Eine erste Gruppe traf sich unter dem Namen „Interessenvertretung der Bus- und Bahnbenutzer in Südwestfalen“. Zunächst waren die Ursachen der Verkehrsproblematik ergründet werden. Das Verkehrsunternehmen VWS schien nicht wirklich an der Erhöhung der Fahrgastzahlen interessiert zu sein. Es wurde mehr auf Bedarfsverkehr mit wenigstens 10 Fahrgästen pro Haltestelle als auf Angebotsverkehr gesetzt. Schnell wurde klar, dass auf dieser Basis keine Lösungen zu finden waren. Achim Walder gründete den Kreisverband des Verkehrsclub Deutschland und fand schnell weitere Mitstreiter. Die Ein Tag der Freudeanstehenden Probleme zeigten sich bei Umsteigebedingungen, getrennten Fahrkarten für Bus und Bahn, zu wenige Verkehrsangebote am Abend und am Wochenende, unübersichtliche Fahrplanbücher und Vieles mehr. Erste Verbesserungen ergaben sich, als für die Region der Zweckverband Personennahverkehr Südwestfalen gegründet wurde. Die Mitarbeiter dort unter Leitung von Herrn Padt zeigten sich als Ansprechpartner, die die Sorgen der Fahrgäste ernst nahmen und für Abhilfe sorgten. Vieles hat sich in den letzten Jahren durch den Einsatz und die Vermittlung von Achim Walder verbessert. Im Arbeitskreis Verkehr der Uni Siegen wirkte er gemeinsam mit Prof. Dr. Bernward Engelen, der UNI-Verwaltung und dem Asta maßgeblich an der Einführung des Semestertickets mit und setzte sich für mehr Busverkehr und Taktverkehr auf der Schiene ein. Mit dem BUND wurde das JobTicket ins Leben gerufen. Mit dem ADFC wurden Fahrradabstellanlagen geplant und aufgestellt.Walder-Achim_Verdienstorden-2014_G4160
Beharrlichkeit, Frusttoleranz und sich nicht ablenken zu lassen, seien große Charakterstärken, die Achim Walder auszeichnen. ‘Ich habe seinen Mut und seine Energie immer bewundert,’ – diese Anerkennung kam schließlich vom früheren Landrat Paul Breuer. Bürger die nicht nur Ideen hätten, sondern auch Leute gewinnen und etwas umsetzen könnten, nötigten ihm Respekt ab, auch wenn man nicht immer am gleichen Strang gezogen habe.
Achim Walder selbst hob hervor, dass all seine Aktivitäten nur gemeinsam mit den vielen Gruppierungen und Mitstreitern möglich geworden sind, und dankte allen für ihre Unterstützung und ihr Engagement.

Ruhrschiene von ProBahn

Ruhrschiene

Die „Ruhrschiene“ ist die vier mal jährlich erscheinende Mitgliederzeitung für die  PRO-BAHN-Regionalverbände Ruhr und Münsterland. Hervorgegangen ist sie im Januar 2000 nach der Fusion der Regionalverbände „Ruhrgebiet Mitte/West“ und „Ruhr/Mark“ aus den bis dahin jeweils im achten Jahrgang verlegten „RevierSchiene“ und „Anschluss“.  Seit 2011 beteiligt sich auch der Regionalverband Münsterland an der „Ruhrschiene“.

Download: Ruhrschiene 2014#4 (934,5 KB)

Inhaltsverzeichnis:

  • Neuer ZOB in Schwelm eröffnet
  • Freie Fahrt für Schüler in Südwestfalen
  • Bald mehr Geld für ÖPNV in NRW?
  • RRX-Planung macht Fortschritte
  • Betuwe-Planung droht Verzug
  • Abellio goes Berlin
  • Aktuelles von den Tarifen in NRW
  • Verkehrsverbund statt Kunterbunt?
  • Hat der Schienenverkehr in Kray eine Zukunft?

Aufschwung für Fernbusse in Siegen – Ende des Zugverkehrs?!

Mehr als 30 Direktverbindungen. Verkehrsausschuss diskutiert über Haltepunkt
Von Boris Schopper und Jens PlaumWestfalenpost/Westfälische Rundschau
Siegen. Der bislang längste Lokführer-Streik der deutschen Geschichte könnte eine ohnehin boomende Branche zum Gewinner machen: Fernbusse. Von Siegen aus fahren weit mehr als 30 Direktverbindungen unterschiedlicher Anbieter in alle Teile der Republik. Seit der Änderung des Personenbeförderungsgesetzes Anfang 2013 treten Fernbusse in Konkurrenz zur Bahn. Viele deutsche Städte werden von Siegen aus direkt angefahren, das heißt, Fahrgäste müssen nicht umsteigen. Einige der Linien fahren unterwegs weitere Haltepunkte an. Über diese Direktverbindungen hinaus werden weitere Städte angefahren. Wer zum Beispiel nach Prag möchte, muss in Mannheim umsteigen. Gesamtreisezeit: 11 Stunden und 30 Minuten.DERWESTEN-Fernbusse
VCD-Kritik: „Wettbewerb nicht fair“ – Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Siegen-Wittgenstein kritisiert unterdessen, dass Fernbusse und Bahn unter ungleichen Bedingungen konkurrieren. Der Verband beruft sich dabei auf eine Marktanalyse des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe. Demnach stamme das Schienennetz von Siegen nach Dortmund, Köln und Frankfurt aus dem 19. Jahrhundert. Erst mehr als 100 Jahre später seien die Sauerlandlinie und die Autobahn nach Köln gebaut worden. Während der Zug durch Täler entlang der Flüsse unterwegs sei, nutze der Fernbus die direkte Autobahn über – so der VCD – sanierungsbedürftige Brücken. So seien auch die teilweise großen Fahrzeitunterschiede zu erklären. Die Einführung einer Maut für Fernbusse oder die Reduzierung der Trassenkosten für die Bahn würde die Chancengleichheit verbessern, so der VCD. Acht Prozent der Betriebskosten der Bahn-Verkehrsunternehmen entfallen allein auf Halte an Bahnhöfen, 44 Prozent auf die Schienennutzung. Fernbusse nutzten indes die Straße kostenlos. Einen Vorteil der Bahn gegenüber Fernbuslinien sieht der VCD: Während Züge auch in kleineren Orten halten, fahren Fernbusse kreisweit nur vom Haltepunkt Berliner Straße 40 in Siegen aus. Alles andere als optimal ist dessen Zustand in den Augen vieler Lokalpolitiker. Der Verkehrsausschuss sprach sich am Donnerstag für einen SPD-Antrag aus, den die Jamaika-Koalition noch erweiterte.  Darin heißt es nicht nur, dass die Haltestelle Berliner Straße in ihrem derzeitigen Zustand ein zunehmendes Fahrgast- und Busaufkommen nicht verkraften könne. Die mangelhafte Ausstattung sei bereits jetzt nicht bedarfsgerecht. Die Verwaltung soll daher prüfen, ob eine Verlagerung an den ZOB vor oder den Bereitstellungsplatz hinter dem Bahnhof möglich wäre. Oder aber die Haltstelle unweit der Justizgebäude erweitert werden könne. CDU, Grüne, FDP reagierten pessimistisch, was eine Verlagerung angeht: „Wir haben bei den VWS nachgefragt, ZOB geht wohl nicht“, sagte CDU-Fraktionschef Rüdiger Heupel. Die Koalition plädierte vielmehr dafür, die Haltestelle Berliner Straße auf Kosten des Bürgersteigs zu erweitern. Zudem sollten zusätzlich Haltepunkte im Kirchweg eingerichtet werden. Nicht zuletzt könnten auf den „weitgehend ungenutzten“ Busparkplätzen an der Koblenzer Straße Fahrgäste ein- und aussteigen.

Gute Noten für Bus für Bahn

In den Jahren von 1950 bis 1990 wurde in die Infrastruktur von Bus und Bahn in Südwestfalen wenig investiert. So kommt es, dass viele Bahnhöfe und Bushaltestellen seit den 60er Jahren ein trostloses Bild abgaben. Nur der persönliche Einsatz einzelner Bahnhofsvorsteher sorgte für besseren Service und gute Kundenbetreuung am Bahnhof selbst. Mit der Regionalisierung hat sich das positiv verändert. Die Verantwortung wurde der Region Südwestfalen direkt übertragen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Gremien mit kompetenten Entscheidungsträgern zu besetzen, werden jetzt endlich die Probleme erkannt und es wird nach Lösungen gesucht.
D_HLB-Fahrzeuge_Flirt_Siegen-HBf_G6745i3Bahnverkehr: In den letzten 20 Jahren hat sich in der Region Südwestfalen sehr viel geändert. Mittlerweile sind keine alte Fahrzeuge mehr unterwegs und die alten Diesellokomotiven mit Umbauwagen, an denen die Türen noch einzeln von Hand geschlossen werden mussten, gehören der Vergangenheit an, ebenso die Elektroloks der 50er Jahre mit ´Silberlingen` und schlechtem Komfort. Heute fahren auf allen Strecken neue, leise und moderne Triebwagen. Auch die Anzahl der Zugverbindungen erhöhte sich auf allen Strecken deutlich. Koordiniert wird das ganze durch zuverlässige Taktverkehre, die besonders auf den Strecken Siegen – Bad Berleburg und Erndtebrück – Bad Laasphe zum Einsatz kommen. Des Weiteren wurde der Abendverkehr von Hagen, Köln und Gießen nach Siegen ausgeweitet.
VWS-Rettungsbus_01(VWS)i3Busverkehr: Vor der Regionalisierung fuhren die verschiedenen Unternehmen ohne Abstimmung untereinander ihren Busverkehr. Daraus resultierten viele Probleme für die Fahrgäste. Deshalb wurde in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe die Linienführung neu geordnet. Der unwirtschaftliche Parallelverkehr von Bus und Bahn wurde beseitigt und die Verkehre von Bus und Bahn miteinander verknüpft, wie z.B. am Bahnhof Kreuztal.
Tarifreform: Die Busunternehmen erkannten schon früh die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit. Dies führte 1975 zur Gründung der VGWS, die jedoch nicht die damalige Deutsche Bundesbahn mit einschloss. Auf eine gemeinschaftliche Fahrkarte, die es ermöglichte, sowohl mit dem Bus als auch mit der Bahn zu fahren, mussten die Fahrgäste noch etliche Jahre warten. Dies wurde erst durch die Umstellung vom Streckentarif zum Flächentarif möglich. Mit der Zeit ergänzten verschiedene Spezial-Tickets das Angebot, beispielsweise Tages- und Seniorentickets. Nun war es jedem möglich, im gesamten Tarifgebiet Bus und Bahn preisgünstig zu nutzen, wie die Studenten es bereits seit 1993 mit ihrem Semesterticket können.
D_Bahnhof_Finnentrop_G6646i3Infrastruktur von Bahnhöfen und Haltestellen: Seit der Gründung des Zweckverbandes Westfalen-Süd 1995 wurden mit Regionalisierungsmitteln zahlreiche Bahnhöfe und Haltepunkte barrierefrei umgebaut. An einigen Bahnhöfen stehen bereits Rufsäulen und dyn. Fahrgastinformationssysteme zur Verfügung. Andere Bahnhöfe und Haltepunkte wie z.B. Erndtebrück, Neunkirchen, Würgendorf und Lützel warten noch auf ihre barrierefreie Erneuerung. Bei den Bushaltestellen zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Positive Entwicklungen zeigen sich in den Kommunen, die die Busbahnhöfe/ZOB gebaut und ihre Bushaltestellen modernisiert haben. BusCaps und hohe Bordsteine mit Blindenleitlinien bieten Rollstuhlfahrern und Sehbehinderten optimale Bedingungen. Alle Haltestellen in der Region wurden mit neuen Haltestellenschildern und Fahrplankästen ausgestattet, die Auskunft über den Haltestellennamen, die Buslinien mit Nummern und die Linienwege geben. Die Fahrplanausdrucke wurden vereinheitlicht und der Linienweg wurde mit allen Haltestellen und dem Taktverkehr bezeichnet. Außerdem erfolgte zügig der Austausch der unansehnlichen Betonwartehallen gegen moderne Wartehallen aus Glas.
db-re16-siegen-003iFahrgastinformation: Vor 20 Jahren mussten sich die Fahrgäste bei Fragen und Problemen noch an das jeweilige Verkehrsunternehmen wenden, heute können die Fahrgäste alles zentral über die ZWS-Info-Hotline in Erfahrung bringen. Auf den Internetseiten des ZWS können die Fahrgäste alle Informationen über die Fahrpläne und Tarife abrufen. Anfang dieses Jahres wurde ein VGWS-Fahrgastbeirat eingerichtet, in dem Vertreter von Kommunen, Fahrgastverbänden, Behindertenorganisationen u.a. ihre Anregungen einbringen können.
VCD-Fazit: Durch die Regionalisierung und die Entscheidungen, die vor Ort getroffen wurden, hat sich vieles grundlegend gebessert. Auch wenn es nach Auffassung von VCD noch einiges zu verbessern gilt, bietet die Region Südwestfalen mittlerweile ein umfangreiches, zeitgemäßes und überwiegend gutes Bus- und Bahnangebot. Nun gilt es, dieses Angebot für die Fahrgäste zu erhalten. Für den Schienenverkehr stehen dazu Regionalisierungsmittel zur Verfügung, der Busverkehr in der Region erhält dagegen keine Zuschüsse. Das wird sich in Zukunft nicht so beibehalten lassen. Andere Regionen finanzieren und subventionieren den Busverkehr bereits aus den kommunalen Haushalten. Auch bei uns ist in den politischen Gremien ein Umdenken erforderlich, denn Bus- und Bahnverkehr sind ein wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge besonders in einer stetig älter werdenden Gesellschaft.

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10-01-2015 – Lesermeinung zum Text:
Vor 20 Jahren bestanden für ÖPNV Nutzer noch viele Informationszentralen z.B. Kreuztal, Ferndorf, Dahlbruch, Erndtebrück, Bad Berleburg, nur um die Rothaarbahn zu nennen. Finnentrop, Attendorn, Olpe sind im Olper Raum zu nennen. Für den Fahrgast der dadurch immer an aktuelle Informationen kam, eine tolle Sache. Das ist leider vergessen worden und wäre mit Regionalisierungsmittel ohne weiteres zu erhalten und auch umzugestalten gewesen. Der Busverkehr gerade im Wittegensteiner hat sich mit der Busnetzoptimierung !!! genannt Linienbündel Ost leider halbiert. Auch hier sollte eine erliches Fazit gezogen werden, ohne zu fordern alles beim Alten zu lassen. Sünden, wie der Abriss einer historischen Bahnsteigüberdachung in Erndtebrück, sollten mehr sensibellesieren. Der Umbau der Bahnhöfe Siegen und Erndtebrück sollten transparenter begleitet und von uns mehr hinterfragt werden.
Für`s Erste reicht das, jetzt ist Frühstück, Schöne Grüße Günter Lindenschmidt