Der VCD, der sich für eine Verbesserung der Bedienung im ÖPNV seit Jahren einsetzt, stellt seine Untersuchung zum BürgerBus Kreuztal vor.
Die
Idee => BürgerBus = BürgerInnen fahren für BürgerInnen
In
Holland wurde zum ersten Mal die Idee in die Praxis umgesetzt, den
öffentlichen Personennahverkehr kostengünstiger durch 'BuurtBus'
zu gestalten.
Durch den Einsatz von ehrenamtlichen FahrerInnen entstehen keine Personalkosten, die einen großen Teil der Betriebskosten im ÖPNV darstellen. Da der BürgerBus ausschließlich von ehrenamtlich tätigen FahrerInnen gesteuert wird, können günstige Fahrpreise angeboten werden. Der BürgerBus-Verkehr unterliegt als allgemein zugänglich und nach festen Fahrplänen betriebener Linienverkehr der Genehmigung nach §42 Personenbeförderungsgesetz. Demzufolge treten die örtlich zuständigen Verkehrsunternehmen bzw. -inhaber der Linienkonzession als Antragsteller und Betreiber auf. Diese sind Betreiber und verantwortlich für Betrieb, Fahrzeug und FahrerInnen. Aber auch Kommunen können Konzessionsinhaber bzw. Genehmigungsinhaber und Betreiber sein. Voraussetzung ist, daß sie die Bedingungen des §42 Personenbeförderungsgesetz erfüllen.
1983 rief der Minister für Stadtentwicklung und Verkehr in NRW das förderungswürdige Pilotprojekt BürgerBus ins Leben. Von Anfang an stand fest, daß, wie auch bei anderen differenzierten Bedienungsmodellen, der BürgerBus nicht mit dem bestehenden ÖPNV-Angebot in Konkurrenz stehen soll. Ohne einen leistungsfähigen BürgerBus-Verein, der die ehrenamtlichen FahrerInnen betreut und den Personaleinsatz steuert, können die BürgerBusse nicht existieren.
Ein Kleinbus mit max. 8 Plätzen, der mit Führerscheinklasse 3 ohne zusätzlichen Personenbeförderungsschein gefahren werden kann, dient als BürgerBus. Finanziert wird der Bus durch einen Zuschuß des Landes NRW mit 60.000 DM und einen jährlichen Zuschuß für die Organisation von 8.000 DM.
Die
Umsetzung:
In
Kreuztal sind einige Siedlungsgebiete nur unzureichend an den Busverkehr
angebunden, das ergab das im Auftrag der Bündnis/Grünen
erarbeitete Verkehrsgutachten zum Anruf-Sammeltaxi. Ortsteile wie
die Kölsbachsiedlung, Bockenbach, Stendenbach, die Mühlbergsedlung,
die nördlichen Teile von Ferndorf, das südliche Kredenbach
und das Heestal, nur als Beispiel, werden nicht oder nur selten vom
Bus durchfahren. Deshalb schlägt der VCD vor, für diese
Gebiete einen BürgerBus einzurichten. Es würde ein Bus morgens
von 8 bis 10 Uhr seine erste Runde fahren, und die Bürger von
zu Hause zum Einkaufen oder für sonstige Erledigungen in der
Stadtmitte abholen. Die zweite Rundfahrt beginnt im 10:30 wieder in
die Wohngebiete. Dabei werden die obengenannten Wohngebiete mindestens
2 mal am Tag angefahren. In einer Ausbauphase sind auch Nachmittags-
und Abendverkehre geplant.
Was
kostet die Stadt Kreuztal der BürgerBus?
In
anderen Städten und Gemeinden, in NRW gibt es bereits 25 BürgerBussysteme
und monatlich kommen 2 hinzu, zeigte sich, daß der BürgerBus
keine Zuschüsse der Stadt benötigt. Er finanziert sich aus
den Zuschüssen, die vom Land NRW gewährt werden, z.B. für
die Anschaffung eines Busses, durch Werbung und die Fahrgeldeinnahmen.
Was
kostet eine Fahrt mit dem Bürgerbus?
Der
BürgerBusverein arbeitet selbständig/gemeinnützig und
veranschlagt die Fahrtkosten pro Fahrt zwischen 2,- und 3,-DM. Es
wird aber auch verbilligte Mehrfachfahrkarten und Kinderfahrscheine
geben.
Ab
wann fährt der Bürgerbus?
Innerhalb
der nächsten 4 Wochen wird ein BürgerBus-Verein Kreuztal
gegründet. Dann werden Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben
Westfalen-Bus und VWS geführet. Diese stellen einen Antrag für
Förderung des Vereins durch das Land NRW. Nach dem Kauf eines
Fahrzeugs, dem Aufstellen der Fahrpläne, Routen und Haltestellenschilder.
Kann der Betrieb Anfang 1998 aufgenommen werden.
Wie
können Sie zum Gelingen des BürgerBus-Kreuztal beitragen?
Für
den Betrieb brauchen wir Bürgerinnen und Bürger, die eine
Führerschein fürs Auto haben, gesund sind und einmal im
Monat eine Tour fahren wollen. Diese Tätigkeit ist interessant,
wie FahrerInnen aus anderen Vereinen bestätigen.
Mehr
Informationen:
Deshalb helfen
Sie mit, bei der Gründung des Vereins oder als FahrerIn. Mehr
Information erhalten Sie bei Achim
Walder, Tel: 02732-12741
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