|
VCD/ADFC
Presse: Die Unfälle mit Fahrradfahrern und Fußgänger
die letzten Wochen reichen.
Steigende Unfallzahlen in Siegen-Wittgenstein.
VCD/ADFC
Presse 20-08-1998
'Fast
jeden Tag ist zu lesen, dass wieder ein Radfahrer oder ein Fußgänger
von einem Autofahrer umgelegt worden ist!' so Achim Walder von
VCD/ADFC. In vielen Fällen ist es die Rücksichtnahme
auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer, die den Autofahrern
abhanden gekommen scheint. Der Verkehrsclub Deutschland und
der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club fordern deshalb umsichtigeres
Verhalten von den Autofahrern. Auch appellieren sie an Fußgänger
und Radfahrer aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Fußgängerlichtzeichen
an Ampeln zu beachten. Drei
Verbesserungsvorschläge zu Konfliktpunkten zwischen Autofahrern,
Radfahrern und Fußgängern haben die Verbände
am Beispiel Kreuztal erarbeiten lassen.
|
Beispiel
Waldstraße
Am
Abzweig Waldstraße von der Hagener Straße ist die
Waldstraße im Einmündungsbereich mehr als 10m breit.
Hier ist täglich zu beobachten, wie Fußgänger
und besonders Schulkinder rennen oder auf der Fahrbahn warten
müssen, um den Autoverkehr passieren zu lassen. Hier geht
der Vorschlag dahin, eine Mittelinsel einzubauen, um die Einfahrtsradien
so zu verkleinern, daß in diese Wohnstraße mit verminderter
Geschwindigkeit eingebogen wird, denn 30 m weiter beginnt die
Zone 30. Den Fußgängern würde das Überqueren
der Waldstraße erleichtert. Gleichzeitig könnte das
unerlaubte Links-Abbiegen aus der Waldstraße in die Hagener
Straße unterbunden werden. Für die Busse wird in der
Schleppkurve eine Aufpflasterung vorgenommen, die von PKWs nicht
befahren werden soll.
|
Beispiel
Erbstollen
Täglich
überquert eine Vielzahl von Schülern die Straße
am Erbstollen beim Schulzentrum Kreuztal. Dort befinden sich eine
Gesamt- und eine Realschule sowie ein Gymnasium. Neben den Schülern
überqueren auch viele Kinder zum Kindergarten Hessengarten
hier die Straße. Als Haupterschließungsstraße
in die Wohngebiete Erlersiedlung und Stählerwiese bindet
sie der 'Erbstollen' an die B508 Kreuztal-Hilchenbach an. Berufsverkehr
und Schulanfang treffen gleichzeitig aufeinander. 'Täglich
ein Chaos!', konstatiert Achim Walder. Der Verkehrsclub Deutschland
führte im letzten Jahr eine Aktion mit quergelegten Zebrastreifen
durch und das Stadtplanungsamt stellte Vorschläge in den
Fachausschüssen vor. Leider ist bis heute weiter nichts geschehen.
Deshalb stellt der VCD ein 3D-Fotomontage vor, um einen realistischen
Eindruck der geplanten Änderung zu vermitteln.
|
Beispiel
Breslauer Straße
Seit
der Eröffnung der Straße 'Zum Erbstollen' wurde an
der Einmündung eine bedarfsgesteuerte Ampel aufgestellt.
Diese Ampel soll über Kontaktschleifen auf Grün schalten,
wenn die Geschwindigkeit der heranfahrenden Fahrzeuge höchstens
30 km/h beträgt. Wie viele Autofahrer häufig erleben,
funktioniert dies nicht und sie müssen vor der roten Ampel
halten, ohne dass ein anderes Fahrzeug oder ein Fußgänger
zu sehen ist. Auf Radfahrer reagiert die Ampel nur, wenn das Fahrrad
groß genug und aus Eisen/Stahl ist. Moderne leichte Alu-
oder Carbon-Räder erfaßt sie nicht. 'Ganz schlechte
Karten hat man als Fußgänger', so Achim Walder. Nach
dem Berühren des Kontaktfeldes am Ampelmast muß man
meist lange warten. Erst wenn alle Autos passiert haben, 'denkt'
der Ampelcomputer an die Fußgänger. Negative Konsequenz:
Fast alle Fußgänger beachten die Ampeln nicht und überqueren
bei Rot die Straße, sobald sie frei ist. Und das auf dem
offiziellen Schulweg von der Erlersiedlung zum Schulzentrum!
Der Vorschlag des VCD/ADFC: Abbau der Ampelanlage, Rückbau
des Straßenquerschnitts, damit auch auf dieser Straße
die vorgeschriebenen 30 km/h eigehalten werden, Einbau eines Kreisels
im Kreuzungsbereich Breslauer Str./Zum Erbstollen. Damit wird
die Verkehrssicherheit durch niedrigere Geschwindigkeiten erhöht
und die Fußgänger können die Straße überqueren,
sobald sie frei ist. Hier hätte eine Menge Steuergelder gespart
werden können.
|
Beispiel
Fellinghauser Str.
An dieser Ampelquerung hat es im vorigen jahr einen schweren Unfall
mit Totesfolge gegeben. Durch einen Einbau von Verkehrsinseln
könnte der Autoverkehr kanalisiert werden und der Überweg
für Fußgänger sicherer werden.
|
(Fotos und Grafik: Büro
für integrierte Verkehrsplanung und Stadtentwicklung)
Nun hoffen Verkehrsclub Deutschland und Allgemeiner
Deutscher Fahrrad-Club, dass ihre Vorschläge in den Gremien
diskutiert werden und gegebenenfalls umgesetzt werden. Auch
in anderen Gemeinden ist ein Umdenken notwendig, um die Verkehrssicherheit
für Radfahrer und Fußgänger zu erhöhen,
denn die Zahl der Verletzten und Getöteten muß auf
null zurückgeführt werden.
VCD/ADFC
Bürgerantrag für den Rat der Stadt Kreuztal
|
Hinweis auf Urheberrechte.
Bitte beachten Sie, dass die Nutzungsrechte aller Bilder und Dokumente, die Sie auf dieser Homepage downloaden können, beim Walder-Verlag liegen. Die Verwendung dieser Bilder darf nur im Zusammenhang mit der Bewerbung von Produkten auf autorisierten Seiten, erfolgen. Für andere Verwendungszwecke benötigen Sie eine schriftliche Genehmigung. Die Veröffentlichung von Bildern und Dokumenten auf Auktionsseiten wie EBAY oder anderen nicht autorisierten Internetseiten untersagen wir. Bei Missbrauch der bereitgestellten Bilder behalten wir uns rechtliche Schritte vor. Widerruf vorbehalten.