Verkehrsclub für eine umweltverträgliche Verkehrspolitik

VCD Verkehrspreis 1999 für die Stadt Kreuztal

Auch dieses Jahr vergab der VCD Kreisverband Siegen-Wittgenstein den Verkehrspreis.

Die Stadt Kreuztal erhielt den Verkehrspreis 1999 für die vorbildliche Gestaltung der behindertengerechten Fahrbahn-Haltestellen. Die Stadt hatte nach einem Beschluss aus dem Jahr 1994 damit begonnen, Busbuchten teilweise anders zu gestalten:  Der Bordstein ist dabei zum Fahrstreifen hin vorverlegt, und er ist deutlich höher. In Verbindung mit den modernen  Niederflurbussen ersparen diese Haltestellen Rollstühlen und  Kinderwagen heikle Hebe- und Kletterpartien. 
(Foto: A.Walder)

Preisübergabe: v.l.n.r. Dr. Heinz Schaldach (VWS-AG), Margret Schneider, Bürgermeister Rudolf Biermann (Stadt Kreuztal), Achim Walder (VCD)

"Die Stadt hat wirklich einen sehr guten Willen gezeigt. Uns war es bei der Preisvergabe wichtig, dass jemand ausgezeichnet wird, der zu solchen Maßnahmen nicht verpflichtet ist. Unter den zehn, 15 Vorschlägen haben wir uns deshalb für die Stadt Kreuztal entschieden", erklärte der VCD-Vorsitzender und überreichte an der Haltestelle Littfeld Ort die Urkunde und ein Gleisstück mit entsprechender Gravur an den Bürgermeister. In einem VWS-Sonderbus nahm gestern Bürgermeister Rudolf Biermann in Littfeld den Preis entgegen. Ein Ziel der  Stadt sei es, in jedem Stadtteil eine behindertengerechte Haltestelle einzurichten, sagte Bürgermeister Biermann. (Foto: A.Walder)


VWS-Gelenkbus mit Rollstuhlrampe:

Rollstuhlfahrerin Margret Schneider demonstrierte den erleichterten Einstieg.
(Foto: A.Walder)


Besondere Gehwegplatten mit Rillen für Blinde und Sehbehinderte.
(v.l.n.r. Dr. Heinz Schaldach, Bürgermeister Rudolf Biermann, Fritz Schutz, Achim Walder)

An den umgestalteten Haltestellen kommen auch Blinde besser zurecht - Markierungen im Pflaster machen es möglich. Der blinde Fritz Schutz zeigte die Vorteile dieser Hilfen.
(Foto: A.Walder)


Dr. Heinz Schaldach, Vorstand der Verkehrsbetriebe  Westfalen-Süd, hat noch weitere Argumente für die neuen  Haltestellen: Sie seien für die Fahrgäste ungefährlicher.  Einerseits, weil der Bus nur noch an der richtigen Stelle der  Fahrbahnkante anzuhalten braucht. So treten keine  gleichzeitigen Dreh- und Querbeschleunigungen auf wie beim  Ein- und Ausfahren an einer Busbucht. "Die meisten Unfälle  im Bus geschehen bei der An- und Abfahrt", sagte Dr.  Schaldach. Auch außerhalb des Busses sei die Sicherheit  aber größer. "Die Autofahrer sind aufmerksamer." Nicht  zuletzt kann der Bus gefahrlos anfahren, ohne einscheren zu  müssen und überholt zu werden.

 



Möchten Sie einen Kommentar zu dieser Seite schreiben ? => Kommentar

Hinweis auf Urheberrechte.
Bitte beachten Sie, dass die Nutzungsrechte aller Bilder und Dokumente, die Sie auf dieser Homepage downloaden können, beim Walder-Verlag liegen. Die Verwendung dieser Bilder darf nur im Zusammenhang mit der Bewerbung von Produkten auf autorisierten Seiten, erfolgen. Für andere Verwendungszwecke benötigen Sie eine schriftliche Genehmigung. Die Veröffentlichung von Bildern und Dokumenten auf Auktionsseiten wie EBAY oder anderen nicht autorisierten Internetseiten untersagen wir. Bei Missbrauch der bereitgestellten Bilder behalten wir uns rechtliche Schritte vor. Widerruf vorbehalten.

Datenschutz-Richtlinien:
Die von Ihnen erhaltene Information verwenden wir nur zu internen Zwecken. Ihre persönlichen Daten werden in keinem Fall Dritten zur Verfügung gestellt.

(c) 2009 Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Siegen-Wittgenstein Olpe -
Herausgeber: Achim Walder - 57223 Kreuztal Impressum