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VCD fordert: Weichen für Wettbewerb jetzt stellen. Bei 30 Minuten Verspätung kostenlos fahren
VCD-PM 18-01-2001
                                             

Der Kreisverband Siegen-Wittgenstein und Olpe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) fordert die Kreistagsmitglieder und den Zweckverband auf, schon heute die Weichen für einen Wettbewerb im Schienennahverkehr zu stellen.

Vordergründiges Ziel dieses Wettbewerbs darf nicht die Kosteneinsparungen bei den Aufgaben- trägern sein, sondern ein möglichst großer Nutzen für den Fahrgast. Wenn sich dadurch Einsparungen ergeben, so sollen die Mittel dann zur Finanzerung von zusätzlichen Zügen verwendet werden.

Nachdem in den letzen Jahren bereits das Fahrtenangebot auf den vorhandenen Strecken deutlich ausgeweitet wurde sollte jetzt begonnen werden, stillgelegte Strecken, wie die der Johannlandbahn zwischen Siegen und Netphen-Werthenbach oder der Freiengrunder Eisenbahn zwischen Herdorf und dem Neunkirchener Freizeitbad für den Personenverkehr zu reaktivieren.

werden. Noch immer sind nicht alle der bereits zu Dampflokzeiten eingesetzten Silberlinge modernisiert. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein oder zwei Züge mit mehr als einer Viertelstunde Verspätung in den Siegener Hauptbahnhof einlaufen. Und weitere Ausreißer, z.B. durch Schäden an den 40 Jahre alten Elektrolokomotiven sind nicht selten. "Hier müssen wohl Vertragsstrafen, die wehtun her", so der Kreisvorsitzende Walder, "ansonsten ist es billiger für die Bahn den Zug auffallen zu lassen anstatt Reservezüge vorzuhalten."

Als Fahrgastverband will der VCD diese als Entschädigung an die Fahrgäste weitergeben sehen. "Denn diese sind die Leidtragenden," daher forder Walder: "Ab 30 Minuten Verspätung sollen diese den Fahrpreis zurück bekommen."

Eine "unglaubliche Schlamperei" gab es im vergangen Jahr auf der Rothaarbahn. Dort dauerte es über 30 Stunden bis Ersatztriebwagen eingesetzt wurde. Das zeigt, dass die Wartung der Züge in Köln oder Limburg sich nicht bewährt hat. Reservefahrzeuge, Personale und Reparaturmöglich- keiten müssen vor Ort vorhanden sein.

Ausschreibung muss schnell auf den Weg gebracht werden, damit alle potentiellen Bieter ausreichend Zeit haben, sich geeignete Fahrzeuge zu beschaffen. Die Lieferzeit für moderne Triebwagen beträgt zur Zeit rund zwei Jahre. Damit die regionalen Strecken für leistungsfähige Verkehrsunternehmen wirtschaftlich bedient werden können, muss ein attraktives Paket geschnürt werden. Dabei muss die Grundsatzentscheidung zur Reaktivierung der Johannland- bahn recht bald kommen, damit die Synergieeffekte genutzt werden können. Bei der Diskussion um deren Für und Wider dürfen keine Äpfel mit Birnen verglichen werden. Es ist angedacht, den Busverkehr in die Netpher Stadtteile bei der Wiederaufnahme des Personenverkehrs deutlich zu verbessern. Der Busverkehr in die Netpher Stadtteile muss verbessert werden, egal wie in Sachen "Johannlandbahn" entschieden wird. Nur alle 3 Stunden einen Bus nach Sohlbach oder 7-Stunden-Buslöcher in Oelgershausen darf es nicht mehr geben.



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